Landwirtschaftliche Erzeugerpreise im August 7 Prozent unter Vorjahresniveau

Landwirtschaftliche Erzeugerpreise sanken im August 2026 binnen Jahresfrist um 7 Prozent. Speisekartoffeln verteuerten sich gegenüber Juli um 93 Prozent.

Von Herold Team2 Min. Lesezeit
Metallteile auf einer Werkbank in einer fiktiven Industriehalle.

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Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte in Deutschland lagen im August 2026 um 7,0 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Gegenüber Juli stiegen sie jedoch um 5,5 Prozent. Das war der stärkste Anstieg gegenüber dem Vormonat seit März 2022, als die Preise um 13,1 Prozent zugelegt hatten, teilte das Statistische Bundesamt mit.

Die Preise für pflanzliche Erzeugnisse erhöhten sich binnen Jahresfrist um 12,3 Prozent. Damit verzeichneten sie erstmals seit Juli 2024 wieder einen Anstieg im Vorjahresvergleich. Gegenüber Juli verteuerten sich pflanzliche Erzeugnisse um 11,1 Prozent, tierische Erzeugnisse um 2,0 Prozent.

Deutliche Bewegung bei Kartoffeln und Gemüse

Besonders deutlich fiel die Entwicklung bei Speisekartoffeln aus: Sie kosteten 61,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor und verteuerten sich gegenüber Juli nahezu auf das Doppelte, um 93,0 Prozent. Auch Gemüse war binnen Jahresfrist teurer: Die Preise stiegen um 14,3 Prozent. Eissalat verteuerte sich um 72,4 Prozent, Tomaten um 27,8 Prozent und Gurken um 15,4 Prozent. Blumenkohl wurde 14,7 Prozent günstiger, Kohlgemüse 6,4 Prozent.

Getreide kostete 11,5 Prozent mehr als im August 2025 und 4,1 Prozent mehr als im Juli. Bei den Handelsgewächsen stiegen die Preise binnen Jahresfrist um 7,9 Prozent; Raps verteuerte sich um 13,6 Prozent. Futterpflanzen lagen 4,3 Prozent und Wein 0,6 Prozent über dem Vorjahresniveau. Obst verbilligte sich dagegen um 20,4 Prozent. Tafeläpfel kosteten 32,9 Prozent weniger, Erdbeeren 6,4 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Tierische Erzeugnisse weiter unter Vorjahresniveau

Die Preise für Tiere und tierische Erzeugnisse sanken gegenüber August 2025 insgesamt um 16,6 Prozent. Milch war 23,9 Prozent günstiger als ein Jahr zuvor, verteuerte sich aber gegenüber Juli um 1,5 Prozent. Schlachtschweine kosteten 19,0 Prozent weniger und Rinder 12,9 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Eier verteuerten sich binnen Jahresfrist um 7,9 Prozent.

Bei Geflügel lagen die Preise insgesamt 2,5 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Hähnchen verbilligten sich um 4,6 Prozent; Enten und Puten verteuerten sich hingegen um 0,6 Prozent.

Der Index erfasst die Verkaufspreise der Landwirtschaft ohne Umsatzsteuer auf der ersten Wirtschaftsstufe. Weitere Monats- und Jahresergebnisse veröffentlicht das Statistische Bundesamt in der Datenbank GENESIS-Online unter den Tabellen 61211-0001 bis 61211-0003.

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