Inflation erreicht im September 3,3 Prozent – höchster Stand seit Dezember 2023

Die Inflation in Deutschland stieg im September 2026 auf 3,3 Prozent – den höchsten Wert seit Dezember 2023. Vor allem Heizöl und Kraftstoffe verteuerten sich deutlich.

Von Herold Team2 Min. Lesezeit
Digitaler Stromzähler mit Verbrauchsanzeige in Kilowattstunden.

© RobbieIanMorrison https://commons.wikimedia.org/wiki/User:RobbieIanMorrison · CC BY 4.0 · https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ · zugeschnitten, verkleinert

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Die Verbraucherpreise in Deutschland lagen im September 2026 um 3,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Damit erreichte die Inflationsrate den höchsten Stand seit Dezember 2023. Im August hatte sie bei 2,9 Prozent und im Juli bei 2,8 Prozent gelegen. Gegenüber August stiegen die Preise insgesamt um 0,6 Prozent.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes trieben vor allem die Energiepreise die Teuerung. Energieprodukte kosteten im September 14,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Besonders stark stiegen die Preise für leichtes Heizöl mit 74,9 Prozent und für Kraftstoffe mit 37,1 Prozent.

Strom und Gas weiterhin günstiger als vor einem Jahr

Die Preisentwicklung fiel je nach Energieträger unterschiedlich aus: Strom war 5,5 Prozent günstiger als im September 2025, Erdgas ohne Betriebskosten 2,8 Prozent und Fernwärme 1,0 Prozent. Die zum 1. Oktober in Kraft getretene erneute Senkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe wirkte sich noch nicht auf die Septemberwerte aus.

Auch binnen Monatsfrist verteuerte sich Energie deutlich. Gegenüber August stiegen die Energiepreise um 3,8 Prozent. Leichtes Heizöl kostete 18,5 Prozent mehr, Kraftstoffe 6,9 Prozent mehr.

Lebensmittel verteuern sich unterdurchschnittlich

Nahrungsmittel waren im September 0,4 Prozent teurer als ein Jahr zuvor. Deutliche Anstiege gab es bei Eiern mit 15,2 Prozent und frischem Gemüse mit 12,0 Prozent. Speisefette und Speiseöle waren dagegen 15,0 Prozent günstiger, darunter Butter mit einem Rückgang von 29,5 Prozent. Im Vergleich zum August verteuerten sich Nahrungsmittel ebenfalls um 0,4 Prozent. Gemüse kostete 3,5 Prozent mehr, Fleisch und Fleischwaren waren 0,5 Prozent günstiger.

Auch Bekleidungsartikel verteuerten sich im Monatsvergleich saisonbedingt deutlich, und zwar um 5,6 Prozent.

Preise für Waren und Dienstleistungen

Waren kosteten im September 3,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Bei Verbrauchsgütern betrug der Anstieg 5,4 Prozent, bei Gebrauchsgütern 1,0 Prozent. Dienstleistungen verteuerten sich binnen Jahresfrist um 2,7 Prozent. Besonders stark stiegen die Preise für Dienstleistungen sozialer Einrichtungen mit 6,3 Prozent sowie für Wartung und Reparatur von Fahrzeugen mit 4,7 Prozent.

Nettokaltmieten verteuerten sich um 1,9 Prozent. Die Inflationsrate ohne Energie lag bei 2,1 Prozent, ohne Heizöl und Kraftstoffe bei 1,8 Prozent. Ohne Nahrungsmittel und Energie betrug sie 2,4 Prozent und damit weiterhin weniger als die Gesamtteuerung.

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