Großhandelspreise im September 8,7 Prozent höher als vor einem Jahr

Großhandelspreise stiegen im September 2026 um 8,7 Prozent zum Vorjahr. Besonders Mineralölerzeugnisse und Metalle verteuerten sich deutlich.

Von Herold Team1 Min. Lesezeit

Die Verkaufspreise im Großhandel lagen im September 2026 um 8,7 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Gegenüber August stiegen sie um 1,9 Prozent. Als Ursache nannte das Statistische Bundesamt weiterhin die Kriegshandlungen im Iran und im Nahen Osten. Sie hätten insbesondere die Preise für Energieprodukte und Vorleistungsgüter wie Metalle erhöht.

Besonders stark verteuerten sich Mineralölerzeugnisse: Sie kosteten 48,8 Prozent mehr als im September 2025 und 10,5 Prozent mehr als im August 2026. Auch Nicht-Eisen-Erze, -Metalle und Metallhalbzeug lagen deutlich über dem Vorjahresniveau: Der Anstieg betrug 24,9 Prozent. Gegenüber August erhöhten sich die Preise um 2,1 Prozent.

Getreide, Rohtabak, Saatgut und Futtermittel waren 19,3 Prozent teurer als im September 2025 und 6,5 Prozent teurer als im August. Bei chemischen Erzeugnissen betrug der Anstieg im Jahresvergleich 16,4 Prozent, im Monatsvergleich 1,7 Prozent. Datenverarbeitungs- und periphere Geräte verteuerten sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 12,1 Prozent und gegenüber August um 0,8 Prozent.

Bei mehreren Warengruppen lagen die Preise zwar unter dem Vorjahresniveau, stiegen aber im Vergleich zum August. Lebende Tiere waren 15,1 Prozent günstiger als im September 2025, gegenüber dem Vormonat verteuerten sie sich um 5,0 Prozent. Milch, Milcherzeugnisse, Eier, Speiseöle und Nahrungsfette kosteten im Jahresvergleich 9,7 Prozent weniger, im Monatsvergleich jedoch 0,6 Prozent mehr. Bei Fleisch und Fleischwaren stand einem Rückgang um 6,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg um 1,4 Prozent gegenüber August gegenüber.

Im August hatte die Veränderungsrate der Großhandelspreise zum Vorjahresmonat bei 6,8 Prozent gelegen, im Juli bei 5,3 Prozent. Einen stärkeren Anstieg als im September 2026 hatte das Statistische Bundesamt zuletzt im Februar 2023 verzeichnet: Damals betrug er 9,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

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