KI-Boom: ASML meldet Rekordumsatz

ASML meldet Rekordumsatz. Warum der KI-Boom die Nachfrage nach Maschinen für die Chipfertigung antreibt.

Von Herold Deutschland1 Min. Lesezeit
Gläsernes Bürogebäude von ASML in Veldhoven.

Der ASML-Unternehmenssitz in Veldhoven. Archivfoto vom 22. Mai 2008.© A ansems https://commons.wikimedia.org/wiki/User:A_ansems · Public Domain, weltweit freigegeben · https://commons.wikimedia.org/wiki/File:ASML_headquarters_Veldhoven.jpg · zugeschnitten, verkleinert

Der ASML-Unternehmenssitz in Veldhoven. Archivfoto vom 22. Mai 2008.© A ansems · Public Domain, weltweit freigegeben · Bildquelle · zugeschnitten, verkleinert

Die Nachfrage nach Technik für künstliche Intelligenz sorgt nicht nur bei Softwarefirmen für Geschäft. Auch ASML profitiert: Der niederländische Ausrüster der Chipindustrie meldete am Mittwoch einen Rekordumsatz von 11,7 Milliarden Euro für das dritte Quartal. Im Vorquartal waren es rund 9,3 Milliarden Euro gewesen.

ASML-Chef Christophe Fouquet führt die höheren Nachfrageprognosen der Kunden vor allem auf deren Erwartungen an KI-Investitionen zurück. Manche interessierten sich bereits für Bestellungen für 2029 oder 2030. Das ist zunächst eine Aussage über die Erwartungen der Kunden, keine sichere Vorhersage ihrer späteren Geschäfte.

Mehr Nachfrage als Maschinen

Nach heutiger Planung wird das Angebot von ASML 2027 und 2028 die Nachfrage der Kunden nicht vollständig decken, erklärte der Konzern. Er prüft deshalb einen weiteren Ausbau der Kapazitäten. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet ASML einen Umsatz zwischen 44 und 45 Milliarden Euro.

Warum die Technik im Alltag zählt

Auf einer Siliziumscheibe entstehen durch viele aufeinander abgestimmte Fertigungsschritte zahlreiche Chips. Die Lithografie legt dabei fest, wo die Strukturen entstehen sollen. Es geht um winzige Bauteile, deren Herstellung sehr genaue Maschinen braucht.

Die Zahlen geben damit einen Einblick in den Ausbau der Chipproduktion. Sie beantworten aber nicht die andere große Frage: Ob sich jedes neue KI-Angebot für seine Nutzer oder Betreiber am Ende rechnet. Eine hohe Nachfrage nach Fertigungsmaschinen und der wirtschaftliche Nutzen einzelner Anwendungen sind zwei verschiedene Dinge.

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