Hunger und fehlende Medikamente: Familien im Sudan brauchen Hilfe
Für viele Familien im Sudan geht es längst um das Nötigste: Essen, Medikamente und einen sicheren Ort. Aus Teilen Darfurs kommt nun eine weitere Warnung. Nach einem Bericht der Sudan Tribune vom 8. Oktober schildert eine örtliche Zivilverwaltung eine sich verschärfende Notlage in Gebieten wie Jebel Marra und Tawila sowie in Lagern für Vertriebene.
Besonders Kinder brauchen Hilfe
Der Sprecher Mohammed Youssef Fukuyama berichtet von Mangelernährung, fehlenden Medikamenten und überlasteten Gesundheitsstationen. Besonders gefährdet seien Kinder, Schwangere, stillende Mütter und ältere Menschen. Die Verwaltung steht der bewaffneten Bewegung SLM-AW nahe. Ihre Angaben sind entsprechend einzuordnen und hier nicht unabhängig bestätigt.
Der Sprecher fordert Lebensmittel, medizinische Versorgung und sichere Wege für Hilfslieferungen. Eine örtliche Warnung vor Hunger ist dabei nicht dasselbe wie eine unabhängig geprüfte Einstufung als Hungersnot.
Auch die Hilfe selbst wird getroffen
Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen, kurz WFP, bestätigt einen weiteren schweren Rückschlag: Am 3. Oktober wurden in Süd-Kordofan zwei beauftragte Lastwagen mit Lebensmitteln aus der Luft angegriffen. Ein Fahrer wurde getötet. Schon am Vortag war ein weiterer WFP-Transporter nach einer Auslieferung in Dilling auf einen Sprengsatz gefahren.
Der Krieg zwischen der sudanesischen Armee und den RSF begann im April 2023. Die neuen Berichte zeigen zwei Seiten derselben Not: Menschen brauchen dringend Unterstützung, und selbst der Weg zu ihnen ist gefährlich.
Sudan: Warum zwei Armeen um die Macht kämpfenDer Hintergrund
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