Ein Leben für Menschenrechte: Navi Pillay bekommt den Friedensnobelpreis

Navi Pillay hat sich jahrzehntelang für Menschenrechte eingesetzt. Dafür bekommt die frühere UN-Menschenrechtskommissarin den Friedensnobelpreis. Ihr Weg begann in einer eigenen Anwaltskanzlei in Südafrika.

Von Herold Deutschland1 Min. Lesezeit
Navi Pillay bei einem Symposium in Kapstadt. Archivbild vom 29. August 2018.

Navi Pillay bei einem Symposium in Kapstadt. Archivbild vom 29. August 2018.© Wayamo Foundation · Navi Pillay, AGJA member and Former United Nations Commissioner for Human Rights · CC BY-SA 2.0 · https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/ · https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Navi_Pillay,_AGJA_member_and_Former_United_Nations_Commissioner_for_Human_Rights_(43538900235).jpg · Zuschnitt 16:9; verkleinert; Bildfassung unter derselben Lizenz

Navi Pillay bei einem Symposium in Kapstadt. Archivbild vom 29. August 2018.© Wayamo Foundation · CC BY-SA 2.0 · zugeschnitten, verkleinert · Bildinfos

Sie stand Menschen zur Seite, die sich gegen die Rassentrennung wehrten. Später setzte sie sich dafür ein, dass Verantwortliche für schwere Verbrechen vor Gericht kommen. Nun bekommt Navi Pillay den Friedensnobelpreis 2026. Das norwegische Nobelkomitee gab die Entscheidung am 9. Oktober in Oslo bekannt.

Die 85-jährige Südafrikanerin wird für ihren Einsatz für Frieden und internationales Recht geehrt. Dahinter steht eine klare Idee: Auch mächtige Menschen müssen sich für schwere Verbrechen verantworten.

Ihr Einsatz begann in Südafrika

1967 eröffnete Pillay als erste Frau in der südafrikanischen Provinz Natal eine eigene Anwaltskanzlei. Sie verteidigte Menschen, die gegen die Apartheid kämpften. So hieß das damalige System der staatlichen Rassentrennung. Es unterdrückte die nichtweiße Bevölkerung.

1995 wurde sie Richterin am UN-Gericht für Ruanda. Das Gericht arbeitete den Völkermord auf. Ab 1999 leitete Pillay es als Präsidentin. Später war sie Richterin am Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag. Von 2008 bis 2014 führte sie das UN-Menschenrechtsbüro.

Warum ihre Arbeit zählt

Pillay setzte sich dafür ein, dass schwere Verbrechen vor Gericht aufgearbeitet werden. Das Nobelkomitee verbindet mit ihrer Ehrung auch eine Botschaft: Gerichte müssen unabhängig arbeiten können. Kriege und politischer Druck machen diese Arbeit besonders wichtig.

Wann bekommt sie den Preis?

Die feierliche Übergabe findet am 10. Dezember in Oslo statt. Der Friedensnobelpreis ist in diesem Jahr mit zwölf Millionen schwedischen Kronen dotiert.

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