Handyparken in Wiesbaden: App statt Parkschein
Rund 33 Prozent der bezahlten Parkvorgänge laufen inzwischen digital – mit kennzeichenbasierter Abrechnung und fünf Anbietern

In Wiesbaden wird inzwischen rund jeder dritte bezahlte Parkvorgang digital abgewickelt. Nach Angaben der Stadt liegt der Anteil des Handyparkens an allen bezahlten Parkvorgängen in der Landeshauptstadt bei rund 33 Prozent.
Digitales Bezahlen an allen öffentlichen, kostenpflichtigen Straßenparkplätzen
Das Handyparken ist in Wiesbaden an allen öffentlichen, kostenpflichtigen Straßenparkplätzen möglich. Nutzerinnen und Nutzer können ihre Parkgebühren per App bezahlen und ersparen sich damit die Suche nach Kleingeld sowie den Weg zum Parkautomaten.
Als Vorteil nennt die Stadt zudem die flexible Handhabung: Wenn ein Termin länger dauert als geplant, kann die Parkzeit von unterwegs bis zur erlaubten Höchstparkdauer verlängert werden. Ein zusätzlicher Gang zum Parkscheinautomaten ist dann nicht erforderlich.
Fünf Anbieter stehen zur Auswahl
Aktuell stehen in Wiesbaden fünf Anbieter für das Handyparken zur Verfügung:
- EasyPark
- moBiLET
- PARCO
- Parkster
- PayByPhone
Nach Angaben der Stadt ermöglicht Parkster seit April dieses Jahres registrierten Nutzerinnen und Nutzern das Handyparken ohne zusätzliche Servicegebühr.
Kennzeichenbasiertes System ohne zusätzliche Technik
Das System arbeitet kennzeichenbasiert. Zusätzliche technische Einrichtungen der Stadtverwaltung sind dafür nicht erforderlich. Nach Darstellung der Stadt senkt das den Aufwand und schafft zugleich Voraussetzungen für weitere digitale Lösungen im Parkraummanagement.
Auch Sicherheits- und Datenschutzaspekte hebt die Mitteilung hervor: Die Bezahlung erfolgt über etablierte Anbieter, verarbeitet werden demnach nur die für den jeweiligen Parkvorgang erforderlichen Daten.
Gebühren werden minutengenau berechnet
Die Parkgebühren richten sich nach der geltenden Gebührenordnung. Abgerechnet wird minutengenau:
- in der Innenstadt: 50 Cent je angefangenem 10-Minuten-Zeitraum
- im restlichen Stadtgebiet: 50 Cent je angefangenem Zwölf-Minuten-Zeitraum
Damit zahlen Autofahrerinnen und Autofahrer nach Angaben der Stadt nur für die tatsächlich genutzte Zeit statt für aufgerundete Zeitfenster.
Klassische Parkscheinautomaten bleiben erhalten
Trotz des wachsenden Anteils digitaler Parkvorgänge sollen die klassischen Parkscheinautomaten weiterhin erhalten bleiben. Das Handyparken versteht die Stadt als zusätzliches Angebot, das zunehmend genutzt wird.
Verkehrsdezernent Andreas Kowol bewertet die Entwicklung positiv: „Handyparken macht das Parken in Wiesbaden einfacher, flexibler und komfortabler. Es erleichtert vielen Menschen spürbar den Alltag und macht unsere Parksysteme zukunftsfest“.
Weitere Informationen gibt es unter Smartparking Wiesbaden.
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