Hamburger Senat finanziert Forschungsneubau HAFUN mit 217 Millionen Euro

Der Hamburger Senat stellt rund 217 Millionen Euro aus dem „Hamburger Investitionsbooster“ für den Bau des Hamburg Fundamental Interactions Laboratory (HAFUN) in der Science City Hamburg Bahrenfeld bereit. Die Mittel stammen aus dem Anteil am Bundes‑Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“, das nach dem Länder‑ und Kommunal‑Infrastrukturfinanzierungsgesetz (LuKIFG) an die Freie und Hansestadt Hamburg ausgezahlt wird.
Finanzierung und Kostenverteilung
Von den insgesamt rund 217 Millionen Euro entfallen etwa 207,5 Millionen Euro auf den eigentlichen Bau und rund 9,5 Millionen Euro auf Ersteinrichtung und Großgeräte. Die Finanzierung wird über die Jahre 2026 bis 2030 verteilt. Zusätzlich erhält das Projekt vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt rund 34,3 Millionen Euro.
Projektumfang und Zeitplan
HAFUN wird ein einzigartiger Forschungsbau für rund 200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Hamburg. Das Gebäude soll ab Ende 2029 fertiggestellt sein; der Baubeginn war im Dezember 2025. Die Gesamtbaukosten betragen 224,19 Millionen Euro. Das Vorhaben wird im Mieter‑Vermieter‑Modell mit der Sprinkenhof GmbH umgesetzt.
Wissenschaftlicher Nutzen
Im neuen Labor werden Grundlagenforschung in Teilchenphysik und Kosmologie betrieben – von der Untersuchung dunkler Materie bis zu Gravitationswellen. Durch integrierte Sensoren wird das Gebäude selbst zu einem Messinstrument, etwa durch ein neun Meter hohes Pendel im Gravity‑Labor. Die dort angesiedelten Arbeitsgruppen gehören zum Exzellenzcluster „Quantum Universe“ und zum Forschungsschwerpunkt „Teilchen‑, Astro‑ und Mathematische Physik“ der Universität Hamburg.
Entlastung der Stadtfinanzen
Durch den Einsatz der LuKIFG‑Mittel sinkt die jährliche Miete, die die Stadt ab 2030 für den Forschungsbau aufbringen müsste, um rund drei Viertel. Ohne diese Mittel wäre ab 2030 eine deutlich höhere Mietbelastung zu erwarten gewesen.
Eigene Anzeige
Hier könnten Ihre Neuigkeiten stehen
Erreichen Sie Leserinnen und Leser in ganz Deutschland, transparent als Anzeige gekennzeichnet.