Startchancen-Programm: 25 städtische Schulen in Pforzheim aufgenommen
Bis Ende 2034 sind bis zu 44 Millionen Euro für bauliche Maßnahmen und Projekte zur Weiterentwicklung von Schule und Unterricht vorgesehen

25 der 36 städtischen Schulen in Pforzheim sind in das Startchancen-Programm von Bund und Ländern aufgenommen worden. Damit kann die Stadt als Schulträger bis Ende 2034 nach eigenen Angaben bis zu 44 Millionen Euro investieren, um eine zeitgemäße und lernförderliche Bildungsinfrastruktur an den ausgewählten Schulen zu schaffen.
Die Finanzierung der Maßnahmen erfolgt zu 70 Prozent aus Fördermitteln von Bund und Land. Weitere 30 Prozent trägt die Stadt als Eigenanteil.
Breite Förderung für Pforzheimer Schulen
Unter den 25 ausgewählten Schulen befinden sich Grundschulen, eine Gemeinschaftsschule, Werkrealschulen, Realschulen und berufliche Schulen. Gefördert werden sowohl bauliche Maßnahmen als auch Projekte zur Weiterentwicklung von Schule und Unterricht.
Genannt werden unter anderem die Modernisierung von Klassenräumen, die Umgestaltung von Schulhöfen, die Einrichtung von Multifunktions- und Berufsorientierungsräumen sowie eine zeitgemäße Ausstattung der Lernräume.
Zusätzlich erhalten die ausgewählten Schulen ein jährliches Chancenbudget für fachliche und pädagogische Angebote vor Ort. Über die Verwendung dieser Mittel entscheiden die Schulen eigenverantwortlich. Außerdem ermöglicht das Programm die Einstellung zusätzlichen Personals an den Schulen, etwa pädagogische Assistenzen, Schulsozialarbeiterinnen und -arbeiter oder Fachkräfte aus verschiedenen Bereichen zur Begleitung, Beratung und Unterstützung der Schülerinnen und Schüler.
Bedarfe werden erfasst, größere Maßnahmen ab 2027 geplant
Nach Angaben der Stadt sind erste Projekte bereits abgeschlossen, weitere befinden sich in der Umsetzung. Als Beispiele werden ein Berufsorientierungsraum an der Brötzinger Schule, die Einrichtung eines Selbstlernzentrums an der Alfons-Kern-Schule sowie die Ausstattung von Klassenräumen für differenziertes Lernen an verschiedenen Schulen genannt.
Derzeit erfasst das Amt für Bildung und Sport gemeinsam mit den Schulen die Bedarfe der einzelnen Einrichtungen. Mit Beginn der Sommerferien sollen diese konkretisiert und anschließend priorisiert werden.
Größere bauliche Maßnahmen wie die Neugestaltung von Außenbereichen oder Umbauten in Innenräumen sollen nach Abschluss der Bedarfsanalyse geplant und ab 2027 umgesetzt werden. Laut Stadt sieht die Förderrichtlinie mindestens eine Investitionsmaßnahme je Schule vor.
Teil eines bundesweiten Förderprogramms
Das Startchancen-Programm des Bundesbildungsministeriums gehört laut Mitteilung zu den größten Bildungsförderinitiativen in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Bund und Länder stellen dafür gemeinsam rund 20 Milliarden Euro über einen Zeitraum von zehn Jahren bereit.
Unterstützt werden gezielt Schulen mit einem hohen Anteil an Schülerinnen und Schülern aus sozial benachteiligten Verhältnissen. Ziel ist es, Bildungserfolg stärker von der sozialen Herkunft zu entkoppeln und damit mehr Chancengerechtigkeit zu schaffen. Die Auswahl der förderberechtigten Schulen erfolgte durch die Länder auf Grundlage sozialindex-basierter wissenschaftlicher Kriterien.
Bundesweit wurden 4.000 Schulen in das Programm aufgenommen. Weitere Infrastrukturmaßnahmen, die mit Hilfe des Förderprogramms in Pforzheim umgesetzt werden, will die Stadtverwaltung in den kommenden Monaten vorstellen.
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