Respektkampagne „Respekt ist keine Einbahnstraße“ für Baden-Württembergs Bäder
ARGE Bäder Baden-Württemberg und Mitgliedsbäder setzen sich für einen respektvollen Umgang in Hallen-, Frei- und Freizeitbädern ein
Die Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Bäder Baden-Württemberg hat gemeinsam mit ihren Mitgliedsbädern eine landesweite Respektkampagne gestartet. Die Initiative steht unter dem Motto „Respekt ist keine Einbahnstraße.“ und soll das Bewusstsein für einen respektvollen Umgang mit Beschäftigten in Hallen-, Frei- und Freizeitbädern stärken.
Wie die ARGE am 16. Juli 2026 in Reutlingen mitteilte, reagiert die Kampagne auf zunehmende Probleme im Badealltag. Viele Bäder beobachten seit Jahren mehr Respektlosigkeit gegenüber Mitarbeitenden, darunter Beleidigungen, Bedrohungen und vereinzelt auch körperliche Übergriffe. Hinzu kommen laut Mitteilung mutwillige Sachbeschädigungen, vermüllte Anlagen und ein nachlassendes Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit öffentlichen Einrichtungen.
Mitarbeitende sichern den Badebetrieb
Die Beschäftigten in den Bädern übernehmen nach Angaben der ARGE zahlreiche Aufgaben, die für den Betrieb unverzichtbar sind. Sie überwachen den Badebetrieb, leisten Erste Hilfe, retten im Notfall Menschenleben und kümmern sich um Hygiene, Technik und Sauberkeit. Zudem stehen sie den Gästen als Ansprechpartner zur Verfügung.
Gerade an heißen und stark besuchten Tagen tragen die Mitarbeitenden eine hohe Verantwortung. Nach Darstellung der ARGE kommen an solchen Tagen in Freibädern teils mehrere Tausend Besucher zusammen. Die Kampagne soll deshalb deutlich machen, dass diese Arbeit Anerkennung und Respekt verdient.
Folgen für Bäder im Land
Die Entwicklung bleibt nach Angaben der ARGE nicht ohne Folgen. Viele Freibäder müssten inzwischen zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ergreifen und Securitymitarbeitende im Eingangsbereich und auf dem Gelände einsetzen. Ziel sei es, die Beschäftigten besser zu schützen und zu entlasten. Das verursache erhebliche Mehrkosten.
Zugleich stehen die Bäder vor weiteren Belastungen. Genannt werden steigende Energiepreise sowie hohe Betriebs-, Instandhaltungs- und Sanierungskosten. Auch der anhaltende Fachkräftemangel setzt die kommunalen Einrichtungen unter Druck. Viele Bäder suchen laut Mitteilung dringend qualifiziertes Personal, um ihren Betrieb langfristig sichern zu können.
Landesweite Sichtbarkeit für das Thema
Den Anstoß für die landesweite Initiative gab nach Angaben der ARGE Felix Schneider, Geschäftsführer des Fildorado in Filderstadt. Hintergrund sei, dass es bereits verschiedene Aktionen und Initiativen für ein respektvolles Miteinander gebe. Mit der gemeinsamen Kampagne solle das Thema nun landesweit in allen Bädern in Baden-Württemberg sichtbar gemacht werden.
Die ARGE verbindet damit auch einen Appell an die Badegäste. Respekt solle sich im täglichen Umgang miteinander, im Verhalten gegenüber den Mitarbeitenden und im verantwortungsvollen Umgang mit öffentlichen Einrichtungen zeigen. Ziel sei es, die Bäder als Orte zu erhalten, an denen sich Besucher wohlfühlen und Beschäftigte gerne arbeiten.
Hintergrund zur ARGE Bäder Baden-Württemberg
Die Arbeitsgemeinschaft Bäder Baden-Württemberg ist ein Zusammenschluss zahlreicher kommunaler und öffentlicher Hallen-, Frei- und Freizeitbäder im Land. Sie fördert den fachlichen Austausch ihrer Mitglieder, setzt sich für die Weiterentwicklung des Bäderwesens ein und vertritt gemeinsame Interessen gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit.
Weitere Informationen zur ARGE Bäder Baden-Württemberg gibt es unter www.arge-baeder-bawue.de.
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