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Schnadegang in Menden: Vierte Etappe startet an der Bushaltestelle Lütkenheide

Grenzbegehung entlang der Ruhr mit rund 9,5 Kilometern Länge sowie Abschluss beim Kanuclub und symbolischer Einführung in die Grenztradition

Die Stadt Menden lädt am Samstag, 19. September 2026, zum diesjährigen Schnadegang ein. Bei der traditionellen Grenzbegehung steht die vierte Etappe auf dem Programm. Treffpunkt ist um 14 Uhr an der Bushaltestelle Lütkenheide in Niederoesbern.

Traditionelle Grenzbegehung durch Menden

Der Schnadegang ist eine jahrhundertealte Tradition, bei der die Grenzen des Stadtgebiets zu Fuß erkundet werden. Während früher Grenzverläufe kontrolliert und mögliche Verschiebungen festgestellt wurden, steht heute vor allem das gemeinsame Erleben im Mittelpunkt.

Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten. Unterwegs erhalten die Teilnehmenden Einblicke in die Geschichte der Mendener Stadtgrenzen. Stephan Reisloh, Leiter des Archivs der Stadt Menden, berichtet entlang der Strecke über historische Hintergründe und Anekdoten.

Route, Rastpunkte und Ausklang

Die rund 9,5 Kilometer lange Wanderung führt von Niederoesbern entlang der Ruhr bis zur Ruhrbrücke in Menden. Nach dem Start an der Haltestelle Lütkenheide geht es zunächst in Richtung Ruhr. Nach der Überquerung der B7 ist ein erster Rastpunkt beim Fischereiverein Menden/Frohnhausen e. V. vorgesehen. Anschließend folgt die Gruppe dem Flusslauf bis zum Etappenziel an der Ruhrbrücke.

Dort klingt der Nachmittag beim Kanuclub Menden mit Grillwürstchen und Getränken in geselliger Runde aus.

Brauch des „Poaläsens“

Auch ein alter Brauch wird beim Schnadegang gepflegt: Beim sogenannten „Poaläsen“ an einem Schnadestein werden Erstteilnehmende sowie Neubürgerinnen und Neubürger symbolisch in die Grenztradition eingeführt. Wer möchte, kann diesen Moment traditionell mit einem kleinen Schnaps besiegeln.

Teilnahme und Hinweise

Begleitet wird der Schnadegang vom Sauerländischen Gebirgsverein, Abteilung Menden. Die Teilnahme an der Wanderung ist kostenlos. Empfohlen wird festes Schuhwerk. Wer bereits einen Schnadegangausweis besitzt, sollte diesen mitbringen, damit die Teilnahme eingetragen werden kann. Erstteilnehmende erhalten vor Ort einen neuen Ausweis. Zusätzliche Getränke oder kleiner Proviant können nach eigenem Ermessen mitgenommen werden.

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