Wohnungsbau rutscht weiter ab
Die Zahl der fertiggestellten Wohnungen in Deutschland ist im Jahr 2025 deutlich gesunken. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden nur noch 206.600 neue Wohnungen fertiggestellt. Das entspricht einem Rückgang um rund 18 Prozent beziehungsweise 45.400 Wohnungen im Vergleich zum Vorjahr.
Luczak warnt vor dramatischem Einbruch
Der baupolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jan-Marco Luczak, bewertet diese Entwicklung als Warnsignal. Aus seiner Sicht zeigt der Rückgang das schwere Erbe der vergangenen Jahre: zu hohe Standards, viel Bürokratie und lange Verfahren.
Besonders problematisch sei nach seiner Einschätzung, dass 35.700 Baugenehmigungen erloschen sind. Das zeige, dass sich viele Vorhaben schlicht nicht mehr rechneten. Die Kosten seien zu hoch, sagte Luczak mit Blick auf die Belastungen im Bauwesen.
Forderung nach mehr Tempo bei Reformen
Luczak verweist darauf, dass die schwarz-rote Koalition mit dem Gesetzespaket zum Bauturbo bereits gegengesteuert habe. Die Trendwende sei damit eingeleitet. Die Baugenehmigungszahlen als Frühindikator stiegen zwar, aber weiterhin auf niedrigem Niveau.
Nach seiner Einschätzung darf nun keine Zeit verloren gehen. Deutschland brauche mehr Tempo bei den Reformen, um den Wohnungsbau wieder anzuschieben.
Strukturelle Entschlackung der Regeln
Im Zentrum der anstehenden Novelle müsse stehen, dass die Regelungen strukturell entschlackt und auf Schnelligkeit und Effizienz getrimmt werden. Luczak betont, dass es mehr Freiheit beim Bauen brauche. Neue Eingriffsrechte ins Eigentum oder eine Überfrachtung des Baugesetzbuches mit systemfremden Zielen lehnt er ab.
In diesem Zusammenhang nennt er ausdrücklich die Bekämpfung von Extremismus als Beispiel für ein aus seiner Sicht nicht passendes Ziel im Baugesetzbuch.
Gebäudetyp E als möglicher Ansatz
Auch der Gebäudetyp E könne nach Luczaks Einschätzung ein echter Gamechanger werden. Er fordert einfaches, solides und bezahlbares Bauen als neues Normal. Einen teuren Goldstandard, den niemand mehr bezahlen könne, sieht er kritisch.
Bei einem neuen Vertragstypus äußert Luczak hingegen Skepsis. Er verweist auf große Rechtsunsicherheit bei Aufklärungspflichten und Haftung. Zudem werde dieser Ansatz in der Praxis nicht angenommen. Das Justizministerium müsse deshalb endlich liefern, so seine Forderung.
Einordnung der Lage
Die Mitteilung zeichnet insgesamt ein Bild eines Wohnungsbaus unter erheblichem Druck. Im Mittelpunkt stehen sinkende Fertigstellungszahlen, nicht realisierte Projekte und die Forderung nach schnelleren, einfacheren und bezahlbareren Rahmenbedingungen.
Für die CDU/CSU-Bundestagsfraktion ist die Richtung klar: Der Reform-Turbo müsse jetzt zünden, damit der Wohnungsbau wieder Fahrt aufnimmt.
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