Studierende pendeln länger als Berufstätige
Immer mehr Studierende in Deutschland pendeln lange Strecken zu ihren Hochschulen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) basierend auf Erstergebnissen des Mikrozensus 2024 mitteilt, nimmt eine erhebliche Zahl von Studierenden deutlich längere Wege in Kauf als Berufspendelnde. Die Gründe reichen vom angespannten Wohnungsmarkt bis zu persönlichen Präferenzen.
Pendeldistanzen und -zeiten im Überblick
Knapp jede sechste Studierende verbringt regelmäßig eine Stunde oder mehr pro Tag auf dem Weg zur Hochschule. Im Vergleich betrifft dies lediglich 6 % der Berufspendler. Die Ergebnisse der Erhebung unterstreichen die unterschiedlichen Herausforderungen, denen Studierende im Alltag gegenüberstehen.
Verkehrsmittel: Öffentliche sind vorn
Studierende greifen bevorzugt auf öffentliche Verkehrsmittel zurück. Dies ist unter anderem auf vergünstigte Tickets an vielen Hochschulen zurückzuführen. So fahren 53 % mit Bus und Bahn zur Hochschule. Im deutlichen Unterschied dazu nutzen nur 16 % der Berufspendler Bus und Bahn.
Methodik und Datenbasis
Die Pendlereigenschaften werden alle vier Jahre erhoben. Grundlage der aktuellen Ergebnisse ist der Mikrozensus 2024. Die Daten beruhen auf Selbstauskünften der Befragten und werden mithilfe der Bevölkerungsfortschreibung des Zensus 2022 hochgerechnet.
Für weiterführende Analysen finden sich auf der Themenseite Erwerbstätigkeit differenzierte Ergebnisse zum Pendelverhalten von Studierenden, Auszubildenden und Schülern in der Tabelle "Bildungspendler".
Diese Zahlen veranschaulichen, wie sehr sich das Pendelverhalten von Studierenden und Berufspendlern unterscheidet – und werfen Fragen nach künftigen Entwicklungen auf dem Wohnungs- und Mobilitätsmarkt auf.
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