Kurzmitteilung: Bauen wird teurer

Kurzmitteilung: Baupreise in Deutschland steigen weiter: Neubau, Ausbauarbeiten und Wärmepumpen verteuern sich, auch Büro-, Gewerbe- und Straßenbau ziehen an.

Von Redaktion2 Min. Lesezeit

Die Preise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude in Deutschland sind gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes verteuerten sich die Baupreise gegenüber Februar 2025. Die Mitteilung verweist zugleich darauf, dass der Preisanstieg im Vorjahresvergleich im vorherigen Berichtsmonat noch bei 3,2 Prozent gelegen hatte.

Neubau: Preise steigen weiter

Alle Preisangaben beziehen sich auf das Bauwerk einschließlich Mehrwertsteuer. Im Mittelpunkt der Veröffentlichung stehen die Preisentwicklungen beim Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude. Dabei zeigt sich: Sowohl Rohbau- als auch Ausbauarbeiten haben sich verteuert, allerdings in unterschiedlichem Ausmaß.

Die Ausbauarbeiten verteuerten sich erneut stärker als die Rohbauarbeiten. Damit bleibt ein bekanntes Muster bestehen, denn die Ausbaugewerke tragen weiterhin in besonderem Maße zur Entwicklung des Baupreisindex bei.

Rohbauarbeiten mit moderaterem Anstieg

Im Bereich Rohbau stiegen die Preise ebenfalls. Innerhalb dieser Kategorie entwickelten sich einzelne Gewerke unterschiedlich:

  • Betonarbeiten nahmen im Vorjahresvergleich zu.
  • Mauerarbeiten verteuerten sich stärker.
  • Dachdeckungsarbeiten waren teurer als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.
  • Erdarbeiten legten ebenfalls zu.
  • Zimmer- und Holzbauarbeiten verzeichneten ebenfalls Preisaufschläge.
  • Die Rohbauarbeiten bleiben damit ein wesentlicher Bestandteil des Gesamtindex für den Neubau.

    Ausbauarbeiten treiben den Index

    Besonders deutlich fiel der Preisanstieg bei den Ausbauarbeiten aus. Vor allem Heizungs- und zentrale Wassererwärmungsanlagen, darunter auch Wärmepumpen, verteuerten sich weiter. Diese Arbeiten haben laut Mitteilung den größten Anteil am Baupreisindex im Ausbaubereich.

    Auch andere Ausbaugewerke entwickelten sich nach oben. Dazu zählen unter anderem:

    • Metallbauarbeiten
    • Sicherheits- und informationstechnische Anlagen
    • Wärmedämm-Verbundsysteme
    • Zu den sicherheits- und informationstechnischen Anlagen zählen laut Mitteilung etwa Elektro-, Wassererwärmungs- und Kommunikationsanlagen.

      Weitere Bauarten ebenfalls teurer

      Neben den Preisen für Wohngebäude wurden auch weitere Bauleistungen erfasst. Die Instandhaltungsarbeiten an Wohngebäuden ohne Schönheitsreparaturen lagen über dem Niveau des Vorjahresmonats.

      Auch andere Neubaupreise stiegen: Bürogebäude sowie gewerbliche Betriebsgebäude verteuerten sich ebenfalls. Im Straßenbau erhöhten sich die Preise gegenüber Februar 2025 ebenfalls.

      Hinweise auf Daten und Veröffentlichung

      Das Statistische Bundesamt verweist für weitergehende Informationen auf die Themenseite Bau- und Immobilienpreisindex im Internetangebot der Behörde. Detaillierte lange Zeitreihen zu Baupreisindizes sind über die Datenbank GENESIS-Online abrufbar. Zudem sind die Ergebnisse der Preisindizes für Bauleistungen auch im Dashboard der amtlichen Statistik verfügbar.

      Die Pressemitteilung nennt außerdem, dass das Datenportal hochfrequente Indikatoren der amtlichen Statistik und weiterer Datenanbieter zu den Themen Wirtschaft, Finanzen, Arbeitsmarkt, Bauen und Energie bündelt.

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