Kaiserschnittrate in Deutschland auf Rekordhoch

Kaiserschnittrate in Deutschland erreicht 2024 mit 33,0 Prozent neuen Höchststand – Hamburg, Saarland und Hessen vorn, Sachsen hinten.

Von Redaktion2 Min. Lesezeit

Die Kaiserschnittrate in deutschen Krankenhäusern hat im Jahr 2024 einen neuen Höchststand erreicht. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes entbanden 654.600 Frauen im Krankenhaus, 215.900 von ihnen per Kaiserschnitt. Damit erfolgte jede dritte Geburt per Kaiserschnitt, der Anteil lag bei 33,0 Prozent. Die Statistik wurde anlässlich des Internationalen Hebammentags am 5. Mai veröffentlicht.

Neuer Höchststand bei Klinikgeburten

Die Entwicklung zeigt eine deutliche Verschiebung über die vergangenen Jahrzehnte. Seit 1991 hat sich der Anteil der Kaiserschnitte verdoppelt. Damals lag er bei 15,3 Prozent aller Klinikgeburten. Für 2024 meldet das Statistische Bundesamt nun den bislang höchsten Wert.

Parallel dazu wurden auch andere Geburtsmethoden erfasst, wenn auch deutlich seltener. Die Saugglocke kam bei 6,7 Prozent der Geburten zum Einsatz, die Geburtszange bei 0,2 Prozent. 60,0 Prozent der Frauen entbanden auf natürlichem Weg.

Deutliche Unterschiede zwischen den Bundesländern

Im regionalen Vergleich fallen die Unterschiede deutlich aus. Die höchste Kaiserschnittrate verzeichnete Hamburg mit 36,0 Prozent. Danach folgten das Saarland mit 35,0 Prozent und Hessen ebenfalls mit 35,0 Prozent.

Am unteren Ende der Skala lag Sachsen mit 26,4 Prozent. Es folgten Brandenburg mit 27,6 Prozent und Berlin mit 29,0 Prozent. Die Angaben zeigen damit ein klares regionales Gefälle innerhalb Deutschlands.

Hebammen und Entbindungspfleger in den Krankenhäusern

Das Statistische Bundesamt weist zugleich auf die Rolle von Hebammen und Entbindungspflegern bei Geburten und in der Begleitung von Frauen während und nach der Schwangerschaft hin. 2024 leisteten 12.900 Hebammen und Entbindungspfleger Geburtshilfe in deutschen Krankenhäusern.

Das entsprach einem Anstieg um 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr, als rund 12.500 Personen in diesem Bereich tätig waren. Von den Beschäftigten waren zuletzt 88,9 Prozent fest angestellt, 11,1 Prozent galten als Belegkräfte.

Methodische Einordnung

Die Angaben zu Krankenhaus-Entbindungen sowie zu Hebammen und Entbindungspflegern in Krankenhäusern stammen aus der Krankenhausstatistik (Grunddaten).

Weitere Informationen des Statistischen Bundesamtes

Nach Angaben der Behörde sind auf der Themenseite "Krankenhäuser" im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes weitere Daten zur sachlichen und personellen Ausstattung der Krankenhäuser, zu organisatorischen Einheiten sowie zu Behandlungen von Patientinnen und Patienten verfügbar.

Die Pressemitteilung ist zudem, gegebenenfalls ergänzt um weitere Informationen und Verlinkungen, unter www.destatis.de/pressemitteilungen veröffentlicht.

Weitere Auskünfte nennt das Statistische Bundesamt unter dem Bereich Gesundheitsstatistiken.

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