Gabriel: Ukraine-Krieg unter Merkel vermeidbar

Sigmar Gabriel sieht den Ukraine-Krieg als Folge Europas fehlender Führung unter Merkel und kritisiert die zögerliche Haltung der EU-Staaten.

Von Redaktion1 Min. Lesezeit

Sigmar Gabriel, der ehemalige Bundesaußenminister und frühere SPD-Vorsitzende, äußerte in der Talksendung "maischberger" seine Überzeugung, dass der Ukraine-Krieg unter der Führung von Angela Merkel (CDU) als Bundeskanzlerin hätte verhindert werden können. Mit dieser Einschätzung regt Gabriel eine erneute Debatte um die Rolle der deutschen Politik und Europas im Kontext des Konflikts an.

Gabriels Analyse: Rolle der Minsker Verträge und Kanzlerin Merkel

Gabriel wies darauf hin, dass die sogenannten Minsker Verträge den Ausbruch des Ukraine-Kriegs um acht Jahre verzögert hätten. Seiner Ansicht nach habe Merkel im Umgang mit Russlands Präsident Wladimir Putin eine entscheidendere Position eingenommen als viele ihrer europäischen Partner.

Ein zentrales Thema der Diskussion war die Unterstützung innerhalb Europas. Gabriel betonte, dass sich lediglich der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán hinter Merkel gestellt habe. Die übrigen Staats- und Regierungschefs hätten sich, so Gabriel, „im Grunde selbst aus dem Spiel genommen“.

Kritik an Europas Zurückhaltung

Laut Gabriel fehlte es der europäischen Staatengemeinschaft im Jahr 2021 an Mut, eine führende Rolle zu übernehmen. Dies habe dazu geführt, dass heute US-Präsident Donald Trump in die Verhandlungen eines europäischen Problems eingebunden werden müsse. Damit unterstreicht Gabriel die Bedeutung unabhängiger europäischer Entscheidungen im Rahmen internationaler Krisen.

Die Talksendung „maischberger“ und ihre Bedeutung

Die Sendung "maischberger" gilt als wichtiger Ort für politischen Diskurs in Deutschland. Sie wird als Gemeinschaftsproduktion der ARD Das Erste vom WDR in Zusammenarbeit mit Vincent productions GmbH hergestellt.

Gabriels Aussagen dürften die politische Diskussion über Deutschlands außenpolitische Verantwortung und die Rolle Europas im Ukraine-Krieg weiter anheizen. Die Frage nach Führungsstärke und Einheit in Europa steht nach wie vor im Mittelpunkt der Debatte.

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