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Reallöhne und Nominallöhne im 2. Quartal 2026: Lohnanstieg im Vergleich zum Vorjahresquartal
Reallöhne steigen im zweiten Quartal 2026
Die Reallöhne in Deutschland stiegen im zweiten Quartal 2026.
Das Wachstum lag gegenüber dem zweiten Quartal 2025 bei 1,5 Prozent.
Das Statistische Bundesamt hat dies mitgeteilt.
Nominallöhne steigen stärker als die Verbraucherpreise
Destatis nennt für das zweite Quartal 2026 Nominallöhne von plus 4,1 Prozent.
Die Verbraucherpreise stiegen im selben Zeitraum um 2,5 Prozent.
Die Reallöhne wuchsen deshalb langsamer als die Nominallöhne.
Entwicklung nach Wirtschaftsabschnitten
Destatis nennt deutliche Nominallohnsteigerungen in mehreren Bereichen.
In der Land- und Forstwirtschaft, Fischerei stiegen die Nominallöhne um 8,9 Prozent.
In der Energieversorgung stiegen die Nominallöhne um 7,6 Prozent.
In der Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen stiegen die Nominallöhne um 7,5 Prozent.
In den Bereichen Kunst, Unterhaltung und Erholung stiegen die Nominallöhne um 3,4 Prozent.
In der Erziehung und im Unterricht stiegen die Nominallöhne um 2,4 Prozent.
In der Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen stiegen die Nominallöhne um 1,8 Prozent.
Geringverdienende mit stärkerem Zuwachs
Unter den Vollzeitbeschäftigten stieg das unterste Fünftel besonders stark.
Das unterste Fünftel heißt auch erstes Quintil.
Im ersten Quintil lag das durchschnittliche Nominallohnwachstum bei 6,7 Prozent.
Das Wachstum bezog sich auf das zweite Quartal 2026.
Es war ein Vergleich mit 2025.
Die Nominallöhne für Vollzeitbeschäftigte insgesamt stiegen um 3,9 Prozent.
Das Wachstum lag damit etwas schwächer als in der Gesamtwirtschaft.
Im obersten Fünftel stiegen die Nominallöhne um 3,3 Prozent.
Das oberste Fünftel heißt auch fünftes Quintil.
Auszubildende und geringfügig Beschäftigte
Auch Auszubildende verzeichneten ein überdurchschnittliches Nominallohnwachstum.
Das Wachstum lag bei 6,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.
Bei geringfügig Beschäftigten stiegen die Nominallöhne um 4,7 Prozent.
Methodische Hinweise des Statistischen Bundesamts
Destatis beschreibt den Nominallohnindex als Verdienstindex.
Der Index bildet Bruttomonatsverdienste mit Sonderzahlungen ab.
Diese Zahl bezieht sich auf Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.
Alle Beschäftigten werden in die Betrachtung einbezogen.
Destatis nennt außerdem eine Umstellung im Basisjahr.
Im vierten Quartal 2025 wurde der Verdienstindex umbasisiert.
Das neue Basisjahr ist 2025.
Einschränkung für die öffentliche Verwaltung
Für den Wirtschaftszweig O gilt eine eingeschränkte Aussagekraft.
Der Wirtschaftszweig O heißt Öffentliche Verwaltung, Verteidigung; Sozialversicherung.
Destatis weist darauf hin, dass die Werte derzeit nicht veröffentlicht werden.
Destatis nennt für diesen Bereich bis auf Weiteres keine Veröffentlichung.
Als Alternative nennt das Amt den Tarifindex für den Wirtschaftszweig O.
Weitere Informationen und Datenquellen
Destatis nennt Hintergrundinformationen auf der Themenseite Reallöhne und Nominallöhne.
Destatis nennt zusätzlich die Datenbank GENESIS-Online mit der Tabelle 62361.
In GENESIS-Online gibt es jährliche und vierteljährliche Indizes.
In der Datenbank gibt es außerdem monatliche Indizes mit Veränderungsraten.
Die Veränderungsraten beziehen sich auf den Vorjahresmonat.
Der monatliche Nominallohnindex nach Quintilen und Beschäftigungsart ist im Dashboard Konjunktur abrufbar.