Preise für Wohnimmobilien: Häuserindex im 2. Quartal 2026 höher als Vorjahr

Wohnimmobilienpreise steigen im 2. Quartal 2026: Häuser verteuern sich bundesweit um 0,6%, Eigentumswohnungen sinken in Metropolen teils.

Von Herold Team2 Min. Lesezeit

Die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland sind im 2. Quartal 2026 weiter gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes legte der Häuserpreisindex gegenüber dem 2. Quartal 2025 um durchschnittlich 0,6 Prozent zu. Im Vergleich zum 1. Quartal 2026 erhöhten sich die Preise um 0,3 Prozent.

Regionale Entwicklung fällt unterschiedlich aus

In den TOP-7-Metropolen Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main, Stuttgart und Düsseldorf entwickelten sich die Preise je nach Objektart unterschiedlich. Eigentumswohnungen verbilligten sich dort sowohl gegenüber dem Vorjahresquartal um 0,4 Prozent als auch gegenüber dem Vorquartal um 0,5 Prozent. Ein- und Zweifamilienhäuser verteuerten sich im Vergleich zum 2. Quartal 2025 um 0,7 Prozent, lagen jedoch 0,6 Prozent unter dem Niveau des 1. Quartals 2026.

In den kreisfreien Großstädten außerhalb der Metropolen stiegen die Preise für Eigentumswohnungen sowohl im Jahresvergleich um 2,0 Prozent als auch im Quartalsvergleich um 0,5 Prozent. Für Ein- und Zweifamilienhäuser wurde dort ein Anstieg um 0,7 Prozent gegenüber dem 2. Quartal 2025 und um 0,9 Prozent gegenüber dem 1. Quartal 2026 festgestellt.

In den dicht besiedelten ländlichen Kreisen kosteten Eigentumswohnungen 1,8 Prozent weniger als ein Jahr zuvor und 1,3 Prozent weniger als im Vorquartal. Häuser verteuerten sich in diesen Regionen dagegen um 1,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal und um 2,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal.

In den dünn besiedelten ländlichen Kreisen gingen die Preise für Eigentumswohnungen um 0,6 Prozent gegenüber dem 2. Quartal 2025 und um 1,4 Prozent gegenüber dem 1. Quartal 2026 zurück. Ein- und Zweifamilienhäuser waren dort 0,4 Prozent günstiger als im Vorjahresquartal, verteuerten sich aber gegenüber dem Vorquartal um 1,9 Prozent.

Revision für das Vorquartal

Mit der aktuellen Veröffentlichung wurde das Ergebnis für das 1. Quartal 2026 beim bundesweiten Häuserpreisindex um 0,2 Prozentpunkte nach unten revidiert. Der vorläufige Wert von 1,4 Prozent zum Vorjahresquartal wurde auf 1,2 Prozent angepasst. Revisionen werden laut Statistischem Bundesamt regelmäßig vorgenommen, um nachträgliche Meldungen zu berücksichtigen.

Weiterführende Informationen

Das Statistische Bundesamt verweist auf die Themenseite „Bau- und Immobilienpreisindex“ sowie auf Zeitreihen des Häuserpreisindex auf Bundesebene ab dem Jahr 2000 über GENESIS-Online. Dort sind die Tabellen 61262-0001 bis 61262-0002 abrufbar. Die Ergebnisse der zurückliegenden Quartale sind außerdem in der Eurostat-Datenbank verfügbar. Vergleichbare Ergebnisse anderer europäischer Staaten für das 2. Quartal 2026 veröffentlicht Eurostat am 1. Oktober 2026. Die Ergebnisse des Häuserpreisindex sind auch im „Dashboard Konjunktur“ unter www.dashboard-konjunktur.de zu finden.

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