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Importpreise im August 2026 um 8,3 Prozent höher als ein Jahr zuvor

Von Herold Team3 Min. Lesezeit

Preise für Einfuhren stiegen im August 2026 deutlich

Die Preise für importierte Waren stiegen im August 2026 erneut deutlich.

Das Statistische Bundesamt meldete im August 2026 einen Anstieg von 8,3 Prozent.

Der Wert lag damit über dem Niveau von August 2025.

Gegenüber dem Vormonat Juli 2026 stiegen die Importpreise um 1,0 Prozent.

Die Importpreise zeigten damit den stärksten Jahresanstieg seit Dezember 2022.

Auch die Exportpreise zogen im August 2026 an.

Die Exportpreise lagen laut Bundesamt im Jahresvergleich um 4,7 Prozent höher.

Gegenüber Juli 2026 stiegen die Exportpreise um 0,4 Prozent.

Der Preisauftrieb im Außenhandel verstärkte sich damit zuletzt weiter.

Energie trieb die Importpreise besonders stark

Die Energie hatte erneut den größten Einfluss auf die Importpreise.

Im Vergleich zu August 2025 verteuerte sich Energie um 43,0 Prozent.

Gegenüber Juli 2026 verteuerte sich Energie um 7,5 Prozent.

Das Bundesamt nannte besonders starke Anstiege bei elektrischem Strom.

Es nannte außerdem Mineralölerzeugnisse, Erdgas und Erdöl.

Im Jahresvergleich meldete das Bundesamt folgende Veränderungen für Energieprodukte.

  • Elektrischer Strom kostete 63,9 Prozent mehr als im August 2025.
  • Mineralölerzeugnisse kosteten 63,3 Prozent mehr als im August 2025.
  • Erdgas kostete 41,9 Prozent mehr als im August 2025.
  • Erdöl kostete 32,0 Prozent mehr als im August 2025.
  • Steinkohle kostete 18,3 Prozent mehr als im August 2025.

Auch binnen eines Monats gab es deutliche Aufschläge.

Gegenüber Juli stieg der Preis für elektrischen Strom um 20,2 Prozent.

Gegenüber Juli stieg der Preis für Erdgas um 9,8 Prozent.

Gegenüber Juli stieg der Preis für Erdöl um 5,2 Prozent.

Steinkohle wurde im Monatsvergleich dagegen etwas günstiger.

Ohne Energie gerechnet lagen die Importpreise im August 2026 bei plus 5,1 Prozent.

Das bezog sich auf das Vorjahresniveau von August 2025.

Werden nur Erdöl und Mineralölerzeugnisse ausgeklammert, ergab sich ein Plus.

Das Plus betrug 6,5 Prozent.

Vorleistungsgüter wurden ebenfalls deutlich teurer

Auch bei den Vorleistungsgütern stiegen die Preise spürbar.

Im August 2026 lagen sie um 11,0 Prozent über dem Vorjahresmonat.

Das Bundesamt meldete besonders starke Teuerungen bei Nicht-Eisen-Metallen.

Auch deren Halbzeug kostete laut Bundesamt 29,1 Prozent mehr.

Zu den genannten Beispielen zählten Kupfer, Edelmetalle und Aluminium.

Außerdem wurden Kunststoffe in Primärformen merklich teurer.

Auch elektronische Bauelemente wurden im August 2026 teurer.

Importierte Investitionsgüter kosteten 3,7 Prozent mehr als im August 2025.

Gegenüber Juli 2026 stiegen die Kosten für Investitionsgüter um 0,3 Prozent.

Landwirtschaftliche Güter und Konsumgüter teils günstiger

Einige Warengruppen lagen im August 2026 dagegen niedriger.

Importierte landwirtschaftliche Güter waren im Durchschnitt 2,4 Prozent billiger als im Vorjahr.

Gegenüber Juli 2026 lagen die Preise für landwirtschaftliche Güter bei plus 1,1 Prozent.

Lebende Schweine lagen im Jahresvergleich deutlich unter dem Vorjahreswert.

Auch Rohkakao und Rohkaffee waren im Jahresvergleich günstiger.

Importierte Konsumgüter waren insgesamt 0,5 Prozent billiger als im August 2025.

Gebrauchsgüter lagen leicht über dem Vorjahresniveau.

Verbrauchsgüter wurden dagegen günstiger.

Für Nahrungsmittel insgesamt mussten Käufer 7,4 Prozent weniger bezahlen.

Das Bundesamt nannte Rückgänge bei Kakaobutter, Kakaofett und Kakaoöl.

Auch Frucht- und Gemüsesäfte wurden günstiger.

Außerdem sank der Preis für Schweinefleisch im Vergleich zum Vorjahr.

Exportpreise stiegen weiter

Bei den Exportpreisen prägten vor allem Vorleistungsgüter die Entwicklung.

Vorleistungsgüter kosteten im Jahresvergleich 7,0 Prozent mehr.

Im Monatsvergleich stiegen sie um 0,3 Prozent.

Investitionsgüter lagen 2,5 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Das Bundesamt meldete bei Energieexporten einen deutlich stärkeren Anstieg.

Energieexporte lagen im Jahresvergleich um 44,1 Prozent höher.

Gegenüber Juli 2026 stieg der Wert um 7,7 Prozent.

Besonders stark stiegen die Preise für exportierte Mineralölerzeugnisse.

Flugturbinentreibstoff aus Kerosin lag ebenfalls deutlich über dem Vorjahreswert.

Auch Motorenbenzin lag deutlich über dem Vorjahreswert.

Erdgasexporte verteuerten sich ebenfalls spürbar.

Exportierte Konsumgüter waren insgesamt 0,6 Prozent teurer als im Vorjahresmonat.

Landwirtschaftliche Güter wurden um 0,6 Prozent teurer exportiert als im August 2025.

Landwirtschaftliche Güter lagen dabei 4,2 Prozent über dem Juliwert.

Was die Zahlen nach Angaben des Bundesamts bedeuten

Die Indizes der Außenhandelspreise beruhen nach Angaben des Statistischen Bundesamts auf Vertragspreisen.

Unternehmen in Deutschland kaufen damit Waren aus dem Ausland ein.

Sie verkaufen damit außerdem Waren ins Ausland.

In den Vertragspreisen sind nach Angaben des Bundesamts keine Steuern enthalten.

In den Vertragspreisen sind nach Angaben des Bundesamts keine Zölle enthalten.

Das aktuelle Basisjahr ist 2021.

Das Statistische Bundesamt veröffentlicht die Ergebnisse auf seiner Themenseite zum Ein- und Ausfuhrpreisindex.

Die Themenseite nennt das Statistische Bundesamt unter der Adresse: https://www.destatis.de.

Lange Zeitreihen sind außerdem über die Datenbank GENESIS-Online abrufbar.

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