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Erwerbstätigkeit in Deutschland leicht rückläufig im zweiten Quartal 2026

Von Herold Team3 Min. Lesezeit

Die Erwerbstätigkeit in Deutschland ging im zweiten Quartal 2026 leicht zurück.

Das Statistische Bundesamt meldete den Rückgang nach vorläufigen Berechnungen.

Rund 45,7 Millionen Menschen hatten einen Arbeitsort in Deutschland.

Das entspricht dem zweiten Quartal 2026 nach Saisonbereinigung.

Im Vergleich zum ersten Quartal 2026 sank die Zahl saisonbereinigt um 53.000.

Das entspricht einem Rückgang von 0,1 Prozent.

Ohne Saisonbereinigung stieg die Erwerbstätigkeit im Vergleich zum ersten Quartal 2026.

Sie stieg um 163.000 Personen.

Das entspricht 0,4 Prozent.

Im Vorjahresvergleich lag die Erwerbstätigenzahl niedriger.

Sie lag um 212.000 Personen oder 0,5 Prozent niedriger.

Beschäftigung im Dienstleistungssektor sinkt

Die Erwerbstätigenzahl in den Dienstleistungsbereichen sank gegenüber dem Vorjahr.

Diese Entwicklung trat im zweiten Quartal 2026 erstmals seit der Corona-Krise spürbar auf.

Der Rückgang betrug 27.000 Personen.

Das entspricht 0,1 Prozent.

Im ersten Quartal 2026 hatte sie noch praktisch stagniert.

Der Wert lag bei minus 2.000 Personen.

Das entspricht 0,0 Prozent.

Destatis meldete unterschiedliche Entwicklungen innerhalb der Dienstleistungsbereiche.

  • Öffentliche Dienstleister, Erziehung und Gesundheit stiegen um 187.000 Personen.
  • Finanz- und Versicherungsdienstleister stiegen um 1.000 Personen.
  • Handel, Verkehr und Gastgewerbe fielen um 115.000 Personen.
  • Unternehmensdienstleister fielen um 52.000 Personen.
  • Information und Kommunikation fiel um 24.000 Personen.
  • Sonstige Dienstleistungen fielen um 28.000 Personen.

Produzierendes Gewerbe und andere Bereiche ebenfalls schwächer

Außerhalb der Dienstleistungsbereiche sank die Erwerbstätigkeit im zweiten Quartal 2026.

Der Rückgang ging gegenüber dem Vorjahresquartal um insgesamt 185.000 Personen.

Das entspricht 1,7 Prozent.

Im Produzierenden Gewerbe ohne Baugewerbe gab es den deutlichsten Rückgang.

Der Rückgang betrug 159.000 Personen.

Das entspricht 2,0 Prozent.

Im Baugewerbe sank die Zahl der Erwerbstätigen.

Der Rückgang betrug 17.000 Personen.

Das entspricht 0,7 Prozent.

In Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei gab es ebenfalls weniger Erwerbstätige.

Der Rückgang betrug 9.000 Personen.

Das entspricht 1,5 Prozent.

Weniger Arbeitnehmerinnen, Arbeitnehmer und Selbstständige

Die Zahl der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sank im zweiten Quartal 2026.

Sie sank gegenüber dem Vorjahresquartal um 154.000 Personen.

Das entspricht 0,4 Prozent.

Die Zahl lag bei 42,1 Millionen Personen.

Auch die Zahl der Selbstständigen sank weiter.

Die Zahl schloss mithelfende Familienangehörige ein.

Der Rückgang betrug 58.000 Personen.

Das entspricht 1,6 Prozent.

Die Zahl lag bei 3,6 Millionen.

Die positive Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung war bereits 2025 beendet.

Das betraf das vierte Quartal 2025.

Im zweiten Quartal 2026 hielt der Abwärtstrend gegenüber dem Vorjahr an.

Das beruhte auf hochgerechneten Daten der Bundesagentur für Arbeit.

Es gab auch Rückgänge bei Beschäftigten mit ausschließlich marginalen Tätigkeiten.

Marginale Tätigkeiten sind geringfügig entlohnte und kurzfristige Beschäftigungen.

Auch Personen in Arbeitsgelegenheiten waren betroffen.

Arbeitsstunden und Arbeitsvolumen sinken

Die durchschnittlichen Arbeitsstunden pro erwerbstätiger Person blieben unverändert.

Das ergab eine erste vorläufige Berechnung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung.

Das Institut gehört zur Bundesagentur für Arbeit.

Im zweiten Quartal 2026 lagen die Stunden bei 314,7.

Das entspricht dem Wert aus dem Vorjahresquartal.

Das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen sank danach.

Das Arbeitsvolumen lag bei 14,4 Milliarden Stunden.

Das entspricht einem Rückgang von 0,5 Prozent.

Einordnung und Hinweise zu Überarbeitungen

Eurostat meldete für das zweite Quartal 2026 einen Anstieg in der Europäischen Union.

Eurostat nannte die Daten am 14. August 2026.

Eurostat berechnete die Erwerbstätigkeit nach europäisch harmonisierten Methoden.

In den 27 Staaten der Europäischen Union stieg der Wert im Schnitt um 0,5 Prozent.

Im Euroraum stieg der Wert ebenfalls um 0,5 Prozent.

Das Statistische Bundesamt wies auf Überarbeitungen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen hin.

Die Überarbeitung betrifft die turnusmäßige Revision ab dem ersten Quartal 2022.

Die Vorjahresveränderungsraten können sich dabei verändern.

Sie weichen nach Angaben von Destatis maximal nach unten um 0,2 Prozentpunkte ab.

Sie weichen nach Angaben von Destatis maximal nach oben um 0,1 Prozentpunkte ab.

Die Jahresdurchschnitte 2022 und 2024 bleiben unverändert.

Die Jahresdurchschnitte 2023 und 2025 liegen 0,1 und 0,2 Prozentpunkte tiefer.

Weiterführende Daten und Links

Destatis bietet eine Tabelle mit Quartalsergebnissen ab 2020 an.

Die Tabelle zeigt die Zahl der Erwerbstätigen im Inland nach Wirtschaftsbereichen.

Die Tabelle steht auf der Themenseite „Erwerbstätigkeit“.

Die Tabelle ist Teil des Internetangebots des Statistischen Bundesamtes.

In der Datenbank GENESIS-Online lassen sich tief gegliederte Daten abrufen.

Die Daten umfassen auch lange Zeitreihen.

Destatis nennt für Monate die Tabelle 13321-0001.

Destatis nennt für Quartale die Tabelle 13321-0002.

Destatis nennt für Jahre die Tabelle 81000-0011.

Destatis nennt zudem die Tabelle 81000-0016 für Quartale.

Die Tabelle 81000-0016 zeigt Erwerbstätige nach Wirtschaftsbereichen und Arbeitszeit sowie Arbeitsvolumen.

Über die Entwicklung der Beschäftigung im Verarbeitenden Gewerbe im ersten Halbjahr 2026 informiert eine Pressemitteilung.

Die Pressemitteilung trägt die Nummer N057.

Die Pressemitteilung wurde am 14. August 2026 veröffentlicht.

Das Statistische Bundesamt nennt außerdem Sonderseiten im Internet.

Die Sonderseiten sind www.destatis.de/fachkraefte

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