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Arbeitszeitwünsche in Deutschland: Mehrheit möchte kürzer, ein Teil länger arbeiten

Von Herold Team2 Min. Lesezeit

Im Jahr 2025 wollten in Deutschland 3,8 Millionen Erwerbstätige kürzer arbeiten.

Im Jahr 2025 wollten in Deutschland 1,5 Millionen Erwerbstätige länger arbeiten.

Das teilte das Statistische Bundesamt, Destatis, nach Erstergebnissen mit.

Die Ergebnisse stammen aus dem Mikrozensus 2025.

Destatis berücksichtigte Voll- und Teilzeitbeschäftigte.

Die Befragten gehören zum Alter von 15 bis 74 Jahren.

Rechenwerte zu Stunden und Veränderungen

Erwerbstätige mit Wunsch nach Arbeitszeitreduzierung arbeiteten durchschnittlich 40,9 Stunden.

Sie wollten ihre Arbeitszeit im Schnitt um 10,5 Stunden senken.

Erwerbstätige mit Mehrarbeitswunsch arbeiteten durchschnittlich 26,2 Wochenstunden.

Sie wollten ihre Arbeitszeit im Schnitt um 10,5 Stunden erhöhen.

Die gewöhnliche Wochenarbeitszeit lag bei allen Erwerbstätigen im Durchschnitt bei 34,7 Stunden.

Destatis rechnete dabei Haupt- und Nebentätigkeiten zusammen.

Wenn alle Wünsche erfüllt würden, ergäbe sich rechnerisch ein Minus von 0,6 Stunden.

Das entspricht rechnerisch 36 Minuten pro Erwerbstätigen und Woche.

Hinweis zu Verdienst und Arbeitszeitwunsch

Destatis weist auf einen Zusammenhang mit dem Verdienst hin.

Mehrarbeit würde dann mit höherem Verdienst verbunden sein.

Minderarbeit würde dann mit geringerem Verdienst verbunden sein.

Unterschiede nach Beschäftigungsform

Unter den 3,8 Millionen mit Wunsch nach Arbeitszeitreduzierung waren 3,3 Millionen vollzeitbeschäftigt.

Unter den 3,8 Millionen mit Wunsch nach Arbeitszeitreduzierung waren 0,5 Millionen teilzeitbeschäftigt.

Unter den 1,5 Millionen mit Mehrarbeitswunsch waren mehr Teilzeitbeschäftigte.

Von den 1,5 Millionen wollten 1,1 Millionen in Teilzeit mehr arbeiten.

Von den 1,5 Millionen wollten 0,4 Millionen in Vollzeit mehr arbeiten.

Unterschiede nach Geschlecht in Vollzeit

Vollzeittätige Männer arbeiteten durchschnittlich 41,1 Stunden pro Woche.

Das waren 1,5 Stunden mehr als bei vollzeittätigen Frauen.

Vollzeittätige Frauen arbeiteten durchschnittlich 39,6 Stunden pro Woche.

Vollzeittätige Männer wollten ihre Arbeitszeit häufiger erhöhen.

Das traf auf 1,8 Prozent der vollzeittätigen Männer zu.

Das traf auf 1,1 Prozent der vollzeittätigen Frauen zu.

Vollzeittätige Männer wollten ihre Arbeitszeit seltener reduzieren.

Das traf auf 10,3 Prozent der vollzeittätigen Männer zu.

Das traf auf 13,5 Prozent der vollzeittätigen Frauen zu.

Unterschiede nach Geschlecht in Teilzeit

Teilzeitbeschäftigte Frauen arbeiteten durchschnittlich 22,1 Stunden pro Woche.

Teilzeitbeschäftigte Frauen arbeiteten damit 2,2 Stunden länger als teilzeitbeschäftigte Männer.

Teilzeitbeschäftigte Männer arbeiteten durchschnittlich 19,9 Stunden pro Woche.

In Teilzeit wollten Frauen seltener mehr arbeiten.

Das traf auf 7,4 Prozent der teilzeitbeschäftigten Frauen zu.

In Teilzeit wollten Männer häufiger mehr arbeiten.

Das traf auf 10,4 Prozent der teilzeitbeschäftigten Männer zu.

Methodische Hinweise und weitere Informationen

Destatis weist auf Unterschiede bei Befragungen hin.

Arbeitszeiten und Arbeitszeitwünsche können in Personen- oder Haushaltsbefragungen abweichen.

Das gilt trotz ähnlicher Frageformulierungen.

Als Beispiel nennt Destatis den Vergleich von Mikrozensus und Sozio-oekonomischem Panel.

Das Sozio-oekonomische Panel wird kurz als SOEP bezeichnet.

Destatis nennt auch Unterschiede je nach Befragungsmodus.

Beim Mikrozensus wurde ab 2020 ein Multi-Mode-Erhebungsdesign eingeführt.

Dieses Design ermöglicht auch Online-Befragungen.

Weitere Ergebnisse zeigt Destatis auf der Themenseite „Erwerbstätigkeit“.

Destatis stellt dort Angaben aus dem Mikrozensus 2025 bereit.

Die Angaben stehen nach Geschlecht zur Verfügung.

Die Angaben stehen nach Altersklassen zur Verfügung.

Die Angaben stehen nach West- und Ostdeutschland zur Verfügung.

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