Nach Angriffen auf Riad: Lufthansa setzt Flüge aus

Der Konflikt zwischen den Huthi im Jemen und Saudi-Arabien trifft auch den Flugverkehr. Laut Tagesschau setzt die Lufthansa-Gruppe ihre Riad-Flüge bis einschließlich 16. Oktober aus.

Von Herold Deutschland1 Min. Lesezeit
Die Altstadt von Sanaa im Jemen. Archivaufnahme vom September 2021.

Die Altstadt von Sanaa im Jemen. Archivaufnahme vom September 2021.© Ellennight https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Ellennight · Old Sanaa.jpg · CC BY-SA 4.0 · https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/ · https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Old_Sanaa.jpg · Zuschnitt 16:9; verkleinert; Bildfassung unter derselben Lizenz

Die Altstadt von Sanaa im Jemen. Archivaufnahme vom September 2021.© Ellennight · CC BY-SA 4.0 · zugeschnitten, verkleinert · Bildinfos

Wer einen Flug nach Riad geplant hat, muss mit Änderungen rechnen: Die Lufthansa-Gruppe setzt ihre Flüge in die saudi-arabische Hauptstadt bis einschließlich 16. Oktober aus. Das berichtete die Tagesschau am 8. Oktober. Hintergrund sind erneute Angriffe im Konflikt zwischen Saudi-Arabien und der Huthi-Miliz im Jemen.

Raketen und Gegenangriffe

Die Huthi erklärten, eine Rakete auf den Flughafen King Chalid abgefeuert zu haben. Das von Saudi-Arabien geführte Militärbündnis meldete dagegen den Abschuss mehrerer Geschosse. Der saudische Zivilschutz berichtete von Schäden durch Trümmer an einem Kindergarten und einem Klinikkomplex in Riad.

Saudi-Arabien meldete zudem Angriffe auf militärische Huthi-Ziele im Jemen. Diese Angaben zu militärischen Erfolgen lassen sich nicht unabhängig prüfen. Die Huthi warnten Fluggesellschaften vor weiteren Flügen nach Saudi-Arabien.

Ist damit der gesamte Flugverkehr nach Saudi-Arabien eingestellt?

Nein. Belegt ist hier die angekündigte Flugpause der Lufthansa-Gruppe nach Riad. Daraus folgt keine Aussage über sämtliche Flughäfen und Fluggesellschaften. Für eine konkrete Buchung ist die aktuelle Mitteilung der jeweiligen Airline maßgeblich.

Warum der Jemen beteiligt ist

Die Huthi sind eine bewaffnete Bewegung aus dem Jemen. Sie nahmen 2014 die Hauptstadt Sanaa ein. 2015 griff eine von Saudi-Arabien geführte Koalition zugunsten der international anerkannten Regierung in den Krieg ein. Der Konflikt hat eigene jemenitische Ursachen und zugleich eine regionale Dimension. Er ist deshalb nicht einfach mit dem Krieg in Gaza gleichzusetzen.

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