Einsätze von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten in mehreren Kreisen
Mutmaßlicher Pfeffersprayeinsatz, Verkehrsunfälle, Brände sowie Ermittlungen zu Einbrüchen und weiteren Vorfällen

Ein mutmaßlicher Pfeffersprayeinsatz in einem Reutlinger Einkaufszentrum, mehrere teils schwere Verkehrsunfälle sowie Brände und Körperverletzungsdelikte haben Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste am Wochenende in den Kreisen Reutlingen, Esslingen und Tübingen beschäftigt.
Reutlingen: Einkaufszentrum nach Pfeffersprayeinsatz geräumt
Zu einem größeren Einsatz von Rettungskräften und Polizei ist es am Samstagnachmittag in einem Einkaufszentrum in der Wilhelmstraße gekommen. Gegen 15 Uhr gingen mehrere Notrufe ein, wonach vermutlich wegen der Verwendung von Reizgas mehrere Kunden husten mussten und das Einkaufszentrum geräumt werde.
Nach Polizeiangaben war tatsächlich Pfefferspray versprüht worden. Acht Kunden erlitten Atemwegsreizungen. Alle Betroffenen wurden vor Ort vom Rettungsdienst medizinisch betreut, zwei Verletzte wurden anschließend zur weiteren Behandlung in eine nahegelegene Klinik gebracht.
Die Feuerwehr war mit fünf Fahrzeugen und 18 Kräften im Einsatz und gab den Markt nach einer Überprüfung wieder frei.
Im Verlauf der Ermittlungen wurde bekannt, dass es im Untergeschoss des Einkaufszentrums zwischen einem 23-Jährigen und einer weiteren Person zu einer Auseinandersetzung gekommen war. Der 23-Jährige gab an, das Pfefferspray zum eigenen Schutz versprüht zu haben. Das Polizeirevier Reutlingen ermittelt zu den Hintergründen.
Sonnenbühl-Undingen: Einbruch in Gaststätte am Skilift
In den vergangenen Tagen ist in die Gaststätte am Undinger Skilift eingebrochen worden. Nach bisherigen Erkenntnissen verschafften sich bislang unbekannte Täter vermutlich über ein Fenster Zutritt, verzehrten dort Speisen und Getränke und beschädigten verschiedene Gegenstände.
Die installierte Videoüberwachungsanlage wird derzeit ausgewertet. Die genaue Tatausführung und die Höhe des Sachschadens sind noch Gegenstand der Ermittlungen des Polizeireviers Pfullingen.
Hohenstein-Oberstetten: 14-Jähriger bei E-Scooter-Sturz schwer verletzt
Schwere Kopfverletzungen hat ein 14-Jähriger am Samstagnachmittag bei einem alleinbeteiligten Unfall mit seinem E-Scooter in Hohenstein-Oberstetten erlitten.
Der Jugendliche war gegen 16.30 Uhr im Kreisverkehr von der Burgstraße in Richtung Ödenwaldstetten unterwegs. Als er auf eine baulich geringfügig erhöhte Fahrbahnfläche mit Kopfsteinpflaster fahren wollte, stürzte er auf die Fahrbahn. Dabei prallte er, ohne Helm, mit dem Kopf auf den Asphalt.
Der Rettungsdienst versorgte den Verletzten zunächst vor Ort. Anschließend wurde er mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Nach ersten Ermittlungen lag für den E-Scooter entgegen den gesetzlichen Vorgaben keine Versicherung vor. Das Fahrzeug wurde durch Beamte des Polizeireviers Pfullingen sichergestellt.
Nürtingen-Neckarhausen: Zwei Männer bei Auseinandersetzung verletzt
Wie erst im Nachhinein bekannt wurde, ist es in der Nacht von Freitag auf Samstag im Bereich „Im Käppele“ in Nürtingen-Neckarhausen zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen gekommen.
Gegen 2 Uhr hielten sich ein 25- und ein 26-Jähriger zwischen dem Sportplatz und dem Tennisclub auf. Eine Gruppe kam auf die Wartenden zu, zwei unbekannte Personen daraus pöbelten die beiden an. In der Folge entwickelte sich ein Streitgespräch mit dem 26-Jährigen.
Nachdem dieser einen der Aggressoren von sich weggestoßen hatte, eskalierte die Situation. Die unbekannten Angreifer schlugen und traten auf den 26-Jährigen ein. Auch der 25-Jährige wurde von den Tätern geschlagen. Anschließend entfernte sich die Gruppe zu Fuß.
Die beiden Geschädigten begaben sich später in eine nahegelegene Klinik. Dort wurden mehrere Gesichtsverletzungen und Hautabschürfungen festgestellt. Das Polizeirevier Nürtingen ermittelt zu den Hintergründen und den bislang nicht identifizierten Tätern.
Nabern: Zwei Verletzte nach Verpuffung an Stromaggregat
Bei einer Verpuffung an einem benzinbetriebenen Stromaggregat auf einem privaten Wiesengrundstück in Nabern sind am Samstagmittag zwei Menschen verletzt worden.
Auf dem Grundstück sollte eine private Feier stattfinden. Dafür war ein Stromaggregat auf einem Pkw-Anhänger bereitgestellt worden. Als ein 40 Jahre alter Mann Benzin in das bereits laufende Aggregat einfüllen wollte, kam es zu einer Verpuffung und einer Stichflamme. Dadurch geriet seine Kleidung in Brand. Außerdem griffen die Flammen auf den Anhänger und die Wiesenfläche über.
Ein 76-Jähriger, der durch Hilferufe auf die Situation aufmerksam geworden war, versuchte, das Feuer einzudämmen. Dabei erlitt er unter anderem leichte Verbrennungen sowie ein Inhalationstrauma.
Der 40-Jährige zog sich zahlreiche Verbrennungen am gesamten Körper zu und wurde wegen der Schwere seiner Verletzungen mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Der 76-Jährige wurde nach der Erstbehandlung mit einem Krankenwagen in eine nahegelegene Klinik gebracht und dort stationär aufgenommen.
Die Feuerwehr war mit 34 Einsatzkräften und sieben Fahrzeugen vor Ort. Vom Rettungsdienst waren 14 Einsatzkräfte und vier Fahrzeuge im Einsatz.
Dettingen unter Teck: Nach Pfeffersprayeinsatz in Gewahrsam
Wegen einer gefährlichen Körperverletzung rückten in der Nacht von Samstag auf Sonntag zahlreiche Einsatzkräfte in die Teckstraße zum dortigen Festplatz aus.
Nach bisherigen Erkenntnissen hatte dort gegen 0.30 Uhr ein 36-Jähriger mit einem Pfefferspray herumgesprüht. Vier Personen wurden dadurch leicht verletzt.
Während des Polizeieinsatzes war die Stimmung unter den Beteiligten aufgeheizt und aggressiv. Teilweise kam es zu Solidarisierungseffekten gegen die eingesetzten Beamten. Ein 24-jähriger Geschädigter verhielt sich gegenüber der Polizei unkooperativ und aggressiv und kam einem Platzverweis nicht nach. Er musste deshalb in Gewahrsam genommen werden.
Das Polizeirevier Kirchheim unter Teck hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Wolfschlugen: Pedelec-Fahrer lebensgefährlich verletzt
Am frühen Sonntagmorgen ist es kurz vor Wolfschlugen zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Pedelec-Fahrer und einem Fußgänger gekommen.
Gegen 1.50 Uhr waren ein 42-jähriger Fußgänger und ein 47-jähriger Pedelec-Fahrer auf dem kombinierten Geh- und Radweg zwischen Neuhausen auf den Fildern und Wolfschlugen in Richtung Wolfschlugen unterwegs. Aus bislang ungeklärter Ursache stießen beide zusammen. Der Pedelec-Fahrer stürzte und erlitt lebensgefährliche Verletzungen.
Der 47-Jährige, der keinen Helm trug, wurde vom Rettungsdienst erstversorgt und anschließend mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Der Fußgänger erlitt leichte Verletzungen.
Da sich bei der Unfallaufnahme der Verdacht einer Alkoholbeeinflussung ergab, mussten beide Beteiligten eine Blutprobe abgeben. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde zudem ein Gutachter zur Klärung des Unfallhergangs hinzugezogen. Die Verkehrspolizei Esslingen ermittelt.
Gomaringen: Betrunken gefahren und Widerstand geleistet
Ein 52 Jahre alter Autofahrer ist am Samstagabend in Gomaringen durch seine auffällige Fahrweise aufgefallen. Zeugen meldeten gegen 21.30 Uhr einen Hyundai, der auf der Tübinger Straße in Richtung Bronnweiler Schlangenlinien fuhr und mehrfach in den Gegenverkehr geraten war.
Bei der anschließenden Kontrolle nahmen Polizeibeamte deutlichen Alkoholgeruch beim Fahrer wahr. Im weiteren Verlauf beleidigte der Mann die Beamten mit nicht zitierfähigen Ausdrücken.
Auf der Dienststelle des Polizeireviers Reutlingen leistete er Widerstand gegen die polizeilichen Maßnahmen, sodass ihm Handschließen angelegt werden mussten. Dabei erlitt eine Polizeibeamtin eine so schwere Handverletzung, dass sie ihren Dienst nicht fortsetzen konnte.
Der 52-Jährige muss nun mit entsprechenden Strafanzeigen rechnen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er entlassen.
Rottenburg am Neckar: Drei Häuser bei Brand beschädigt
Ein Großaufgebot von Rettungskräften und Polizei ist am frühen Sonntagmorgen zu einem Gebäudebrand in die Burgsteige in Rottenburg am Neckar ausgerückt.
Gegen 2.50 Uhr meldeten Anwohner über Notruf den Brand einer Scheune beziehungsweise eines Unterstandes. Beim Eintreffen der Feuerwehr stand ein größerer Holzunterstand, der direkt an ein Doppelhaus angrenzte, bereits in Vollbrand. Das Feuer hatte bereits auf die angrenzenden Häuser übergegriffen.
Die Bewohner der umliegenden Häuser wurden evakuiert. Eine Bewohnerin musste mit einer Leiter aus ihrer Wohnung gerettet werden. Die Löscharbeiten dauerten bis in die Morgenstunden an.
Insgesamt wurden drei umliegende Häuser beschädigt, zwei davon sind bis auf Weiteres nicht mehr bewohnbar. Zwei Bewohner erlitten eine Rauchgasintoxikation und wurden durch den Rettungsdienst in eine Klinik gebracht. Der Rettungsdienst war mit acht Fahrzeugen und 15 Einsatzkräften vor Ort.
Die Feuerwehr war mit 14 Fahrzeugen und 78 Einsatzkräften im Einsatz. Ein Feuerwehrmann erlitt bei den Löscharbeiten eine leichte Handverletzung. Der Sachschaden wird ersten Schätzungen zufolge auf etwa 400.000 bis 500.000 Euro beziffert.
Die Brandursache ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Dazu wurden auch Spurensicherungsspezialisten der Kriminalpolizei hinzugezogen.
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